Ein Kunstfest der Freundschaft

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Sie brachten Lieder, ihre Kreativität und ihre Freundschaft: Die Hortkinder und Betreuerinnen von der Dauthendey-Grundschule in der Würzburger Sanderau haben uns einen Gegenbesuch abgestattet. Um für die Arbeit an dem gemeinsamen Kunstprojekt den nötigen Freiraum zu haben, haben die FREUNDE von Sant’Egidio eine ehemalige Turnhalle in ein Action Painting-Atelier umfunktioniert. Dort sind dann auch entsprechend die Fetzen…äh… die Farbkleckse geflogen.

 Von der Turn- zur Kunsthalle

DSC_7889Vorbereitung ist alles. Weil ein Kunstprojekt, das sich inhaltlich und formal der Überwindung von sozialen Barrieren und Grenzen verschrieben hat, auch gerne mal grenzenlos energetisch vonstatten gehen kann, haben die FREUNDE vorgesorgt für dieses Treffen: Die frühere Turnhalle des ehemaligen Franziskaner-Internats in der Würzburger Innenstadt wurde großflächig mit Folie ausgekleidet. So entstand ein Kunst-Raum, in dem auch große Gesten möglich sind, ohne dass die schönen weißen Hallenwände Farbspritzer abbekommen.

Alt und Jung, in Kreativität vereint

Dann ging es los mit dem nächsten Streich unseres intergenerativen WOLKEN-Projekts, das – ganz im Geist der Gemeinschaft Sant’Egidio – die Menschen zusammenbringt: Alte und Junge, Freunde mit und ohne „Behinderung“, mit ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Ein großer Reichtum an Erfahrungen. Also versammelten wir uns in der Halle, alle freuten sich über das Wiedersehen und zogen dann schleunigst die Künstlerkittel an. Denn an zwei Malorten in der Halle warteten schon die zwei großen Sperrholzwolken, die wir bei unseren vorherigen Treffen entwickelt haben und die später – in der Endfassung des Kunstwerks – das Gerüst für die vielen gemeinsam entstandenen Einzelbilder bilden sollen.

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Bedachtes Zeichnen und impulsives Schleudern

Das Konzept dieses Treffens: An den zwei Holzwolken sollten zwei unterschiedliche künstlerische Handschriften zum Ausdruck kommen: harmonisch und fließend die eine, bestimmt durch bedachte Striche und sorgfältige Details. Die andere expressiv und abstrakt, wild und voller Energie – und diese Grundidee füllten die jungen und alten Kunstfreunde gemeinsam mit künstlerischem Leben: voller Enthusiasmus und geprägt von großer gegenseitiger Sensibilität und Achtung, die sich in vielen kleinen Szenen dieses Kunstnachmittags offenbarte.

Die künstlerischen Ergebnisse dieses Treffens gefallen uns außerordentlich. An der expressiven Wolke hätte Jackson Pollock seine wahre Freude gehabt – und nicht nur er. Die harmonische Wolke wiederum vermittelt dem Betrachtenden ganz unmittelbar einen Eindruck des Wohlbefindens, der schwer mit Worten zu fassen ist. Jedenfalls halten die beiden Wolken unzählige Eindrücke bereit, von denen wir einige in einer Bildergalerie zusammengefasst haben. Jetzt freuen wir uns auf den nächsten Schritt: die Zusammenführung von Wolken und Hintergrundbildern!

Ein Lied für Ulrike

Zum Abschluss unseres Treffens wurde noch gesungen: Zunächst die Hymne der Freunde, die wir mittlerweile gemeinsam mit den Hortkindern singen können. Und dann haben wir noch unsere Freundin Ulrike Rapps hochleben lassen, die an diesem Tag Geburtstag hatte. Die Kinder hatten sogar ein Geschenk für Ulrike dabei – und ein Lied: Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst…

One Comment

  1. […] an unserem Kunstprojekt gearbeitet. Entworfen, gezeichnet, gemalt, gesägt, gefeilt, gespritzt – und gefeiert: die Freundschaft. Die gegenseitige Offenheit. Den Blick für den Nächsten. […]

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